Jetzt auch die GEZ: Gefälschte Rechnungen mit Schädling an Bord

Angefangen hatte alles mit Online-Rechnungen von der T-Com*. Ich bevorzuge noch immer die Papierrechnung und weigere mich bis heute, meine Telefonrechnung online zu bekommen. Als dann, eines schönen Tages, eine E-Mail von der T-Com eintrudelte, mit der mir eine Rechnung zugestellt werden sollte, war ich doch zuerst sehr verwundert. “Ich will doch den sche** nicht! Was geht denn nun wieder ab?” Erstmal gucken, was da drin steht…

Sogleich folgte die nächste Verwunderung: “… Ihre Rechnung über 589,78 Euro befindet sich im Anhang..”   – *ahhjaa* Meine durchschnittliche Telefonrechnung liegt bei ca. 60,- Euro (Mit einer Telefon Flatrate wäre es billiger, ich weiß!) und nun wurde mir schnell klar um was es geht: Da möchte mich wohl jemand mit perfiden Mitteln nötigen, den Anhang zu öffnen. Nene Freunde der Sonne, so nicht! Als dann kurz darauf auch noch die zweite, dritte vierte und fünfte Rechnung über andere Domains eintrudelte, bestätigte sich, was ich eh schon wusste: Das ist eine groß angelegte Spamwelle mit schädlichem Code im Anhang. Allerdings diesmal wirklich sorgfältig gemacht und so gestaltet, dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass zahlreiche unbeholfene, und über den hohen Betrag verwunderte, User diesen Anhang öffnen werden *oh no*

Kurze Zeit später trudelten Mails von Ebay* ein. Ebenfalls mit Rechnungen in horrender Höhe. Wieder fiel mir auf, dass diese Plagiatmails extrem gut dem Original nachgeahmt waren. Ich falle ja nicht auf soetwas herein, aber wie viele Menschen haben den Anhang sofort geöffnet oder werden das noch tun?

Die nächste Welle folgte vor wenigen Tagen. Diesmal wurde der Internetprovider 1&1 Opfer dieser Masche. Wie u.a. der Stern berichtete, wurden Millionen von gefälschten Rechnungen verschickt, die – was denn auch sonst – Schädlinge im Handgepäck haben. Wer kein Kunde von 1&1 ist, wird den Anhang vielleicht aus reiner Neugier öffnen.  Viele 1&1 Kunden haben sicher aufgrund des merkwürdigen Betrages von 59,99 Euro den Anhang geöffnet.

Zwischendurch gab es dann noch die erweiterte T-Com* Fakerechnung. Da viele Virenscanner den schädlichen Anhang der alten Versionen erkannt und eleminiert haben, musste eine neue Idee her: Die Anhänge wurden Passwortgeschützt und das Passwort dem vermeindlichen Kunden in der Mail mitgeteilt.  Der 08/15 Virenscanner ist damit ausgetrickst…

Heute dann das nächste Opfer: Die Gebühreneinzugszentrale. Seit dem 01.01.2007 gelten PCs als “neuartige Rundfunkgeräte” und müssen angemeldet werden. Die zu entrichtende Gebühr beträgt normalerweise 5,52 Euro im Monat. Irgendein Spassvogel verschickt jetzt fingierte Rechnungen über 445,99 Euro für Dezember 2006, die einen Zuschlag für nicht angemeldete Geräte beinhalten soll. *Jaja*

Und wieder einmal wird die Unbeholfenheit ahnungsloser Netznutzer mit krimineller Energie ausgenutzt um deren Rechner für eigene Interessen zu kompromittieren…

Was für eine schei* Welt!

* Die Absender waren natürlich ebenso gefälscht wie die Rechnung selbst

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